Lufthansa wartet auf Ufo-Reaktion zu Schlichtungsvorschlag

Weiter keine Klarheit im Flugbegleiter-Streik bei der Lufthansa: Am Dienstagnachmittag wartete der Krisenstab des Unternehmens dringend auf eine Aussage der Gewerkschaft Ufo, ob es zu einer Gesamtschlichtung der tariflichen Probleme kommen kann.

«Wir brauchen ein Signal in den nächsten zwei Stunden», sagte ein Lufthansa-Sprecher um 17 Uhr. «Sonst müssen wir von einem Vollstreik ausgehen.»

Lufthansa will verhindern, das voll besetzte Interkontinentalflieger aus dem Ausland am Mittwoch an ihren deutschen Drehkreuzen landen, wenn diese bestreikt werden. Unter der Voraussetzung eines fortgesetzten Streiks würden dann eher die Starts im Ausland am Dienstagabend abgesagt. Der Sprecher wiederholte zudem die Bereitschaft des Vorstands zu einem Spitzengespräch mit den Ufo-Funktionären für den Fall eines Streikabbruchs.

Im Laufe des Dienstags hatten sich beide Seiten in Verlautbarungen zu einer Schlichtung bereiterklärt. Nach der schriftlichen Zusicherung der Lufthansa blieb eine Reaktion der Ufo aber zunächst aus.