Luitz rast im Riesenslalom auf Rang drei

Stefan Luitz war nach seinem dritten Platz im Flutlicht-Riesenslalom von Åre außer sich vor Freude. Nach zwei starken Durchgängen ging der 22 Jahre alte Skirennfahrer in die Hocke, ballte die Fäuste, klopfte sich auf die Skier.

«Dass es grün aufleuchtet, da ist mir so ein Stein vom Herzen gefallen, das kann ich gar nicht beschreiben», erzählte Luitz mit verstrubbelten Haaren.

«Ehrlich: Die Jungs sind einfach gut», bilanzierte Wolfgang Maier, Alpindirektor im Deutschen Skiverband (DSV), und sprach auch mit Blick auf Fritz Dopfers vierten Platz beim Weltcup-Sieg des österreichischen Überfliegers Marcel Hirscher von einem «tiptoppen» Ergebnis. Dabei war vor dem Finale furioso bei den Männern auf der schwedischen Piste kaum etwas im Sinne von Maier und seiner Athleten gelaufen.

Felix Neureuthers Aus und die neuerlichen Rückenprobleme passten da ins getrübte Stimmungsbild, nachdem die Damen am Freitag kurz zuvor für das schlechteste Riesenslalom-Ergebnis des DSV seit ziemlich genau elf Jahren gesorgt hatten. Nach seinem Fahrfehler im ersten Riesenslalom-Lauf verschwand Neureuther mit kleinen, langsamen Schritten kommentarlos aus dem Zielraum. Ob er im Torlauf am Sonntag starten kann, blieb am Abend ungewiss. «Er hat immer wieder schnelle Regenerationszeiten. Deswegen kann man das zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt nicht sagen, ob er am Sonntag fahren wird oder nicht», sagte Maier.