Mainz 05 rettet spät einen Punkt gegen Freiburg

Mit viel Glück hat der FSV Mainz 05 die zweite Heimniederlage nacheinander verhindert. Abwehrspieler Stefan Bell erlöste die Rheinhessen mit seinem Treffer in der 88. Minute zum 2:2 (1:1) gegen den SC Freiburg.

Mainz 05 rettet spät einen Punkt gegen Freiburg
Fredrik Von Erichsen Mainz 05 rettet spät einen Punkt gegen Freiburg

Die Breisgauer waren ihrem dritten Sieg in Serie nach Toren von Jonathan Schmid (30.) und Admir Mehmedi (58.) sehr nahe, setzen aber mit dem Punktgewinn ihren Vormarsch aus den Abstiegsregionen fort. Vor 28 157 Zuschauern - darunter 250 von den Mainzern eingeladene Flüchtlinge aus verschiedenen Krisenregionen - hatte Junior Diaz (27.) mit seinem ersten Saisontreffer die Führung der über weite Strecken spielbestimmenden Rheinhessen gesorgt. Mainz wartet nach dem siebten Remis der Runde seit vier Spielen auf einen Sieg.

Mit nur einer Änderung gegenüber dem 0:0 von Leverkusen ging Mainz in die von Taktik geprägten Partie. Für den angeschlagenen Julian Baumgartlinger kam Joo-Ho Park im defensiven Mittelfeld zu seinem zweiten Saisoneinsatz. Bei Freiburg ersetzte Oliver Sorg den verletzten Sascha Riether, auch Karim Guédé und Felix waren beim Team aus dem Breisgau zurück in der Startelf.

«Wir müssen von Beginn an hellwach sein», hatte Freiburgs Trainer Christian Streich gefordert. Um den überfallartigen Angriffen der 05er zu begegnen, setzte der SCF-Coach auf eine defensive Ausrichtung. Früh wurden die Mainzer attackiert, zwei Viererketten gaben wenig Raum zum Kombinieren. Der letzte Pass landete meist in den Füßen der Freiburger Abwehrspieler. Das Streich-Team setzte auf Konter, die aber zu selten gut zu Ende gespielt wurden.

Erst eine Standardsituation ebnete den 05ern in der an Höhepunkten armen Partie den Weg zur Führung. Einen Freistoß von Johannes Geis drückte Junior Diaz mit seinem schwächeren rechten Fuß in Netz. Guédé ließ der Costa Ricaner gewähren. Eine Serie von Eckbällen folgte, doch weder Bell noch Niko Bungert wollte der zweite Treffer gelingen. Das rächte sich. Auf der rechten Seite konnte Mehmedi in aller Ruhe eine Musterflanke in den Mainzer Strafraum heben. Unbedrängt flog Schmid heran und wuchtete das Spielgerät mit dem Kopf zum überraschenden Ausgleich in die Maschen.

Mainz legte auch nach dem Wechsel gleich wieder den Vorwärtsgang ein. Chancen wurden aber nicht kreiert und die kalte Dusche folgte. Eine Ecke von Schmid drückte Mehmedi per Kopf zur Freiburger Führung ins Netz. Nur langsam erholten sich die Mainzer. Mit dem Mute der Verzweiflung drängten sie auf den Ausgleich. Shinji Okazaki verpasste nach 75 Minuten knapp die beste Einschussmöglichkeit.

Die Freiburger Defensive vor dem umsichtigen Torhüter Roman Bürki hatte die Sache im Griff, ehe Bell nach eine Ecke den Ball über die Linie stocherte. In den Schlussminuten feierte der Mainzer Kapitän Nikolce Noveski ein Kurz-Comeback. Der Abwehrspieler wurde in den Angriff beordert, blieb aber wirkungslos.