Makellose Supercup-Bilanz für Nowitzki & Co.

Drei Siege in drei Tagen: Die deutschen Basketballer haben den Supercup in Hamburg gewonnen und zwei Wochen vor Beginn der EM mit der Vorrunde in Berlin einen großen Schritt nach vorne gemacht.

Zum Abschluss der Traditionsveranstaltung setzte sich das Team um Superstar Dirk Nowitzki gegen die Türkei mit 68:66 (33:47) durch und machte dabei einen zwischenzeitlichen 24-Punkte-Rückstand wett. Bester deutscher Werfer war Heiko Schaffartzik mit 19 Zählern.

Auf die Türken trifft Deutschland auch bei der EM während der Gruppenphase. Schon vor der Partie am Sonntag stand Deutschland nach den Siegen gegen Lettland und Polen als Supercup-Gewinner fest. «Ich glaube, dass wir uns ganz gut rangekämpft haben, wo wir hin wollen. Wir haben dieses Wochenende einen Schritt nach vorne gemacht. Die Kampfkraft war unglaublich», resümierte Nowitzki.

Da Bundestrainer Chris Fleming die angeschlagenen Dennis Schröder und Maodo Lo am Sonntag schonte, hatte das Ergebnis mit Blick auf das mit Spannung erwartete EM-Duell in Berlin nur wenig Aussagekraft. NBA-Profi Schröder laboriert an einer leichten Knochenprellung und machte sich vor der Partie lediglich warm. Lo plagt sich mit einer Prellung am Becken herum und setzte ebenfalls aus.

Beide sollen in den abschließenden beiden Tests gegen EM-Favorit Frankreich am Freitag in Straßburg und am Sonntag in Köln aber wieder zum Einsatz kommen. «Es ist eine Prellung an einem ungünstigen Ort. Das wird einige Tage verhindern, Basketball zu spielen», sagte Lo.

Nowitzki kam beim Supercup dagegen in allen drei Partien zum Einsatz, um mit Blick auf die kontinentalen Titelkämpfe weitere Matchpraxis zu sammeln. Nach einer durchwachsenen Leistung gegen Lettland am Freitag hatte der 37-Jährige am Samstag beim 82:69 gegen Polen deutlich ansteigende Form gezeigt. Mit 18 Punkten war er richtig zufrieden. «Das war persönlich mein bestes Spiel in diesem Sommer. Ich hatte bislang keinen tollen Rhythmus, das war heute viel besser», sagte Nowitzki nach der Partie.

Gegen die Türken, die die ersten beiden Supercup-Partien jeweils verloren hatten, lief bei Nowitzki und seinen Teamkollegen zunächst allerdings nicht viel zusammen. Der Würzburger kam am Ende auf nur einen mickrigen Punkt, weniger Zähler hatte Nowitzki nur bei seinem Länderspiel-Debüt 1997 gegen Portugal (0 Punkte).

Ohne das Point-Guard-Duo Schröder und Lo klappte bei den Gastgebern kaum etwas. Einzig Tibor Pleiß traf zunächst wieder hochprozentig und hatte nach zehn Minuten bereits acht Punkte auf seinem Konto. Ansonsten fehlte es dem deutschen Spiel aber an allem, so dass die DBB-Equipe nach dem ersten Viertel mit 19 Punkten hinten lag (10:29).

Im zweiten Abschnitt setzten sich die Türken zwischenzeitlich sogar auf 24 Zähler ab, ehe Schaffartzik richtig heiß lief und mit 14 Punkten, davon vier erfolgreichen Dreiern, dafür sorgte, dass der Rückstand zur Pause auf 14 Zähler zusammengeschmolzen war. Nowitzki blieb dagegen in der ersten Halbzeit ohne einen einzigen Punkt.

Nach dem Seitenwechsel steigerte sich die deutsche Mannschaft aber. Mit viel Herz und Leidenschaft machten die Gastgeber Punkt um Punkt wett, zu Beginn des Schlussviertels brachte Pleiß Deutschland wieder bis auf einen Punkt heran (52:53). Mit einem verwandelten Dreier erzielte Robin Benzing eine Minute vor Ende den Ausgleich, Pleiß und Schaffartzik sicherten doch noch den Sieg.