Maler Norbert Bisky sah «fiese Fratze des DDR-Sozialismus»

Seine Zeit im DDR-Militärgefängnis ist für den in Leipzig geborenen Maler Norbert Bisky ein Schlüsselmoment gewesen. Für eine TV-Sendung erzählte er Moderatorin Anke Engelke aus seiner Vergangenheit.

Maler Norbert Bisky sah «fiese Fratze des DDR-Sozialismus»
Klaus-Dietmar Gabbert Maler Norbert Bisky sah «fiese Fratze des DDR-Sozialismus»

Durch seine Haft bekam Norbert Bisky eine andere Sicht auf die DDR. «Bei diesem Erlebnis ist mir die ganze fiese Fratze des DDR-Sozialismus klar geworden», sagte er in der Sendung «Anke hat Zeit», die am kommenden Samstag (15. November) im WDR-Fernsehen ausgestrahlt werden soll. «Wehe, wenn man den schmalen Grat überschritt und etwas tat, was den Personen an der Macht nicht gefiel.» Mit 19 Jahren sei er Soldat geworden und dann wegen Fahnenflucht ins Gefängnis gekommen.

Bisky, Jahrgang 1970, ist ein Sohn des früheren Linkspartei-Chefs Lothar Bisky, der im Sommer 2013 starb. Norbert Bisky studierte in den 90er Jahren bei Georg Baselitz an der Universität der Künste Berlin.