Mandelas Zustand überschattet Obamas Afrikareise

US-Präsident Barack Obama ist am Mittwochabend im Senegal eingetroffen. Der Besuch in dem westafrikanischen Staat bildet den Auftakt zur ersten längeren Afrikareise seiner Amtszeit.

Mandelas Zustand überschattet Obamas Afrikareise
Aliou Mbaye Obama lobt Demokratie und Wirtschaftsboom in Afrika

Die Reise wird vom drohenden Tod des südafrikanischen Nationalhelden Nelson Mandela überschattet. Obama wird am Freitag in Johannesburg erwartet. Amerikanische Diplomaten seien in größter Sorge, dass das minutiös geplante, dreitägige Besuchsprogramm am Kap bei einem Ableben des 94-Jährigen Friedensnobelpreisträgers in diesen Tagen völlig unrealistisch sei, sagten westliche Diplomaten der dpa.

Heute trifft Obama in der senegalesischen Hauptstadt Dakar mit Präsident Macky Sall zusammen. Anschließend besucht er die Sklaveninsel Goree, von wo jahrhundertelang Zehntausende Afrikaner nach Amerika gebracht wurden. Nach dem Senegal wird Obama auch Südafrika sowie Tansania im Osten des Kontinents besuchen.

Der US-Präsident wird bei seiner rund einwöchigen Reise von einer großen Wirtschaftsdelegation begleitet. US-Unternehmen wollen mehr als bisher vom Wirtschaftsboom in Afrika profitieren. Weitere Themen sind Demokratie und Entwicklung. Es wird erwartet, dass Obama sich auch zur zunehmenden Gefahr islamistischer Extremisten in einigen Ländern des Kontinents äußert.

Die weiteren Stationen seiner Reise:

- 29. Juni: Besuch in Johannesburg, Gespräch und Pressekonferenz mit Präsident Jacob Zuma

- 30. Juni: Grundsatzrede Obamas an der Universität in Kapstadt, Besuch Robben Island, wo Nelson Mandela jahrelang inhaftiert war

- 1. Juli: Besuch in Daressalam, Gespräch und Pressekonferenz mit Präsident Jakaya Kikwete