Marine Le Pen sorgt für Erfolge für Frankreichs Rechtsextreme

Unter der seit 2011 amtierenden Parteichefin Marine Le Pen hat Frankreichs rechtsextreme Front National (FN) bereits zahlreiche Erfolge verbuchen können. Die 47-Jährige versucht seit Jahren, der Partei ein bürgerliches Image zu verpassen. Dabei verzichtet sie auf radikale Formulierungen, für die ihr Vater bekannt ist, der inzwischen ausgeschlossene Parteigründer Jean-Marie Le Pen. Gleichzeitig rückt sie aber nicht von den radikalen Positionen gegen Europa, den Euro, offene Grenzen oder Ausländer ab.

Marine Le Pen sorgt für Erfolge für Frankreichs Rechtsextreme
Julien Warnand Marine Le Pen sorgt für Erfolge für Frankreichs Rechtsextreme

Bei der Präsidentschaftswahl 2012 holte Marine Le Pen als Kandidatin in der ersten Runde mit fast 18 Prozent bereits das bis dahin beste Ergebnis der Parteigeschichte. Ihr Vater hatte es 2002 zwar in die zweite Runde geschafft, aber weniger Stimmen auf sich vereinigt. Unter Marine Le Pens Führung stieg die FN dann bei der Europawahl 2014 mit fast 25 Prozent zur stärksten Partei in Frankreich auf.

Trotz zweistelliger Ergebnisse scheitert die FN immer wieder am französischen Mehrheitswahlrecht. So hat die Partei in den wichtigen Parlamentskammern Nationalversammlung und Senat jeweils nur zwei Sitze. Le Pen ist - wie ihr Vater - Abgeordnete im Europaparlament.