Markus Lüpertz und «Kunst, die im Wege steht»

Einen Blick auf fünf Jahrzehnte des Schaffens des Künstlers Markus Lüpertz (74) wirft eine Ausstellung in Duisburg. Von Freitag bis 29. Mai ist im Museum Küppersmühle eine Schau mit mehr als 80 Werken von Lüpertz aus der Sammlung Ströher zu sehen.

Markus Lüpertz und «Kunst, die im Wege steht»
Roland Weihrauch Markus Lüpertz und «Kunst, die im Wege steht»

Der Titel «Kunst, die im Wege steht» erinnert an eine der ersten Präsentationen des Künstlers im Jahr 1966 in Berlin.

Der Fokus der Schau mit Werken von den 60er Jahren bis 2002 liegt auf großformatiger Malerei. Die 15 Meter lange und aus 20 Teilen bestehende «Lüpolis»-Arbeit wird erstmals gezeigt. «Es ist immer wieder ein Abenteuer, wenn man seine frühen Bilder sieht», sagte Lüpertz am Donnerstag in Duisburg. «Ich mag die Bilder voll und ganz.»

Der «Malerfürst» Lüpertz löste in jüngster Zeit vor allem mit seinen nicht den gängigen Schönheitsidealen entsprechenden Skulpturen im öffentlichen Raum wie etwa dem Beethoven-Denkmal heftige Reaktionen aus. Auf Kritik reagierte er gelassen: «Ich bin ein Mensch, der das Beste gibt und sich dann wundert, dass die Leute nicht alle Bravo rufen.»

Die Ausstellung wird vom 9. Juli bis 23. Oktober auch im ZKM in Karlsruhe gezeigt.