Maschinenbauer rechnen 2014 wieder mit Wachstum

Nach Rückschlägen im laufenden Geschäftsjahr erwarten die deutschen Maschinenbauer 2014 wieder ein Produktionswachstum.

Maschinenbauer rechnen 2014 wieder mit Wachstum
Daniel Bockwoldt Maschinenbauer rechnen 2014 wieder mit Wachstum

Das Plus dürfte bei etwa drei Prozent liegen, wie der Präsident des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), Thomas Lindner, am Donnerstag in Stuttgart sagte. In den beiden wichtigen Exportmärkten China und USA habe sich die Konjunktur gefestigt und auch in Europa sei die rezessive Phase weitgehend abgeschlossen, erklärte er.

Die Prognose für 2013 hatte der VDMA nach einem enttäuschenden Jahresstart Anfang Juli kassieren müssen. Die Maschinenbauer werden in diesem Jahr demnach ein Prozent weniger herstellen als im vergangenen Jahr. 2012 hatten sie einen Produktionswert von rund 195 Milliarden Euro erzielt.

«Das konjunkturelle Umfeld hellt sich zunehmend auf», sagte Lindner anlässlich der Mitgliederversammlung des Verbands in Stuttgart. Einen Tag später sollte dort sein Nachfolger gewählt werden. Lindners Amtszeit endet turnusmäßig nach drei Jahren.

«Die bessere Stimmung der Investoren dürfte sich - mit der entsprechenden zeitlichen Verzögerung - dann in den Produktions- und Umsatzzahlen niederschlagen», kündigte Lindner an. Er geht davon aus, dass die Konjunktur dank der anziehenden Exporte der deutschen Wirtschaft insgesamt auch hierzulande wieder Fahrt aufnimmt.

Als positives Signal wertete er auch einen neuen Beschäftigungsrekord der Branche von zuletzt 984 000 Festangestellten. Das sind 11 000 mehr als im Vorjahr.

Von Januar bis August dieses Jahres hatte die Produktion von Maschinen und Anlagen in Deutschland nach VDMA-Angaben noch 3,3 Prozent unter dem Vorjahr gelegen. Grund war ein schlechter Jahresstart mit einem Produktionsrückgang von 7 Prozent. Zuletzt hatten die Maschinenbauer den Abwärtstrend aber stoppen können und für den August das erste Auftragsplus seit Monaten verbucht.

Präsident Lindner warnte dennoch vor zu großem Optimismus: «Gerade im Hinblick auf die Staatsschuldenkrisen, nicht nur in Europa, stehen wir weiterhin vor gewaltigen Herausforderungen», sagte er. Die Entwicklung sei weiter empfindlich für Störungen.

Der VDMA erhofft sich daher auch Schützenhilfe von der künftigen Bundesregierung. «Es ist wichtig, dass wir nach der Bundestagswahl jetzt schnell verlässliche, stabile und vor allem unternehmensfreundliche Rahmenbedingungen bekommen», forderte Lindner. Der Verband warnt vor Steuererhöhungen und pocht auf eine verlässliche Energiepolitik.