Maschseemord: Tatwaffe gefunden

Knapp ein Jahr nach dem Fund einer zerstückelten Frauenleiche im Maschsee in Hannover hat die Polizei die Tatwaffe gefunden.

Maschseemord: Tatwaffe gefunden
Alexander Körner Maschseemord: Tatwaffe gefunden

Die Machete sei unter einem Gebüsch in der Südstadt in Hannover entdeckt worden, sagte der Vorsitzende Richter am Montag bei der Fortsetzung des Prozesses gegen den mutmaßlichen Täter.

Der 25-Jährige soll vor knapp einem Jahr eine Prostituierte in seiner Wohnung erstochen und dann die zerstückelte Leiche in den Maschsee geworfen haben. Hinweise der Freundin des Angeklagten führten zum Fund der Waffe. Eine DNA-Untersuchung der Machete auf Tatspuren sollte noch im Laufe des Tages abgeschlossen werden.

Ein Spurenermittler der Mordkommission erklärte am Montag als Zeuge vor Gericht, dass die Fahnder zunächst auch die Freundin als mögliche Täterin im Visier hatten. Ein von der Polizei angeregter Haftbefehl gegen die 37-Jährige wurde von der Staatsanwaltschaft allerdings nicht erlassen.

Die Freundin wurde nach eigener Aussage vor Gericht von dem Angeklagten dazu gezwungen, bei der Beseitigung der Toten zu helfen. Zur Tatzeit habe sie von dem Mann getrennt gelebt und sich nicht mehr in Hannover befunden. Durch die Befragung eines weiteren Zeugen versuchte das Gericht am Montag, diese Darstellung zu überprüfen.