Maskottchen: Löwe ohne Hose oder einäugige Tropfen

Wilma Wels heißt das fischige Maskottchen der Bundesgartenschau 2015. Auch andere Veranstaltungen werben mit Symbolfiguren oder haben damit früher Aufsehen erregt. Eine Auswahl:

Maskottchen: Löwe ohne Hose oder einäugige Tropfen
Ralf Hirschberger Maskottchen: Löwe ohne Hose oder einäugige Tropfen

Vinicius und Tom: So heißen die Maskottchen der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro 2016. Es handelt sich um eine Katzenfigur Vinicius für die Sommerspiele und ein eigenes Paralympics-Maskottchen. Beide sollen die Tier- beziehungsweise Pflanzenwelt Brasiliens darstellen.

Wencel: So heißt das Maskottchen zum 24. Tag der Sachsen (4.-6.9.2015) in Wurzen bei Leipzig. Auch wenn mancher in ihm eine Wurst mit Schnurrbart sieht: Es soll den Turm der Stadtkirche St. Wenceslai darstellen. Die «Bild»-Zeitung fragte schon vor Jahren beim Sachsentag: «Warum sind Eure Maskottchen immer so hässlich?»

Fuleco: So hieß das offizielle Maskottchen der Fußball-WM 2014 in Brasilien, das ein Brasilianisches Dreibindengürteltier mit gelbem Fell und blauem Panzer darstellen sollte.

Wenlock und Mandeville: So hießen die einäugigen Maskottchen für die Olympischen Spiele 2012 in London. Es handelte sich um stahlfarbene Tropfen. Benannt waren Wenlock (Olympia) und Mandeville (Paralympics) nach britischen Örtchen.

Sarbi: Diesen Namen trug das Maskottchen mit buntem Kopfhaar der Leichtathletik-WM 2011 in Südkorea (IAAF World Championships in Athletics). Mancher fragte sich, was das denn war. Ein Hund? Ein Bär?

Elbo: Dieser Name entstand aus dem Ortsnamen Langenselbold (Achtung: Langens-ELBO-ld). Zum Hessentag 2009 stellte es ein typisches verwachsenes Knüppelholz - einen Spazierstock - aus Erle dar.

Trix und Flix: Der Name der Maskottchen der Fußball-EM 2008 in Österreich und der Schweiz erinnerte irgendwie an Fix und Foxi. Die zackigen Zwillinge mit flammenartigen Frisuren trugen die Nationalfarben der beiden Alpenstaaten: Rot und Weiß.

Goleo: Dieser Löwe ohne Hose, dafür aber mit Fußballschuhen, war das Maskottchen der Sommermärchen-Fußball-WM 2006 in Deutschland. Der Name (Goleo VI) war überfrachtet: ein Mix aus «Los!» (englisch: go) und Löwe (lateinisch: leo); außerdem steckten noch der Schlachtruf Olé und das englische Wort für Tor drin (goal). Und dann hatte der Löwe ja auch noch Pille, einen sprechenden Fußball, bei sich.

Froschkönig Fritz: Das Maskottchen der Bundesgartenschau in der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam 2001 war ein Frosch mit Latzhose, Gummistiefeln und Krönchen.

Twipsy: So hieß das offizielle Maskottchen für die Expo 2000 in Hannover. Entworfen hatte das undefinierbare, bunt-gestreifte, tropfenförmige Ding mit einem hochhackigen und einem flachen Schuh der spanische Designer Javier Mariscal.

Izzy: Name des Maskottchens der Olympischen Sommerspiele 1996 in Atlanta. Der gestiefelte Wicht hatte bei seiner Präsentation in Barcelona 1992 von manchem noch den bezeichnenden Namen «Whatizit» bekommen (englisch: Was ist das?). Tausende Kinder machten dann schließlich Vorschläge für einen neuen Namen.