Medien: Alitalia bereitet Sparplan vor - Tausende Stellen bedroht

Die kriselnde Fluggesellschaft Alitalia bereitet laut Medieninformationen Einsparungen und Stellenstreichungen vor. Die italienische Tageszeitung «Il Messagero» berichtete, Alitalia wolle mit einem radikalen Umstrukturierungsplan 400 Millionen Euro einsparen.

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Dazu sollen unter anderem bis zu 4000 Arbeitsplätze der insgesamt 14 000 Arbeitsplätze abgebaut werden. Der Verwaltungsrat von Alitalia will sich am morgigen Mittwoch mit den Plänen beschäftigen. Alitalia wollte sich nicht dazu äußern.

Noch diese Woche haben Investoren die Möglichkeit, sich an der 300 Millionen Euro schweren Kapitalerhöhung für Alitalia zu beteiligen. Alitalia braucht dringend frisches Geld, um die Zahlungsunfähigkeit abzuwenden. Zu den neuen Aktien sollen frische Kredite über 200 Millionen Euro hinzukommen. An den Rettungsmaßnahmen wollen neben der Post auch die Banken Unicredit und Intesa Sanpaolo mitwirken.

Großaktionär Air France-KLM, der 25 Prozent an der Gesellschaft hält, hatte dem Rettungsplan zwar zugestimmt, will aber weiteres Geld nur zuschießen, wenn es den Italienern gelingt, die Schuldenlast zu verringern. Auch Air France-KLM fährt einen Sparkurs und streicht tausende Arbeitsplätze vor allem im Frankreich-Geschäft.

Unterdessen droht Alitalia das Geld auszugehen. Angesichts der Schieflage der Gesellschaft hielten sich die Kunden im September mit Buchungen zurück, der Umsatz brach ein. Alitalia war bereits vor fünf Jahren in die Insolvenz geschlittert. Unter dem alten Namen, aber befreit von den Schulden, fusionierte sie mit der früheren Konkurrentin Air One. Air France-KLM kam als größter Aktionär und wichtigster Partner ins Boot.