Medien: Klopp-Vertrag perfekt - Mission Champions League

Binnen Minuten überschlugen sich die britischen Medien, allein die offizielle Bestätigung des FC Liverpool für das spektakuläre Engagement von Kult-Trainer Jürgen Klopp ließ weiter auf sich warten.

Der 48-Jährige einigte sich den Berichten zufolge aber auf ein Engagement bei dem britischen Traditionsverein für zunächst drei Jahre. Der Wunschkandidat der «Reds»-Fans soll den amerikanischen Vereinsbesitzern einen Platz unter den ersten Vier am Ende der Saison in der Premier League in Aussicht gestellt haben. Sprich: Einen Champions-League-Rang.

Mögliche letzte Zweifel an Klopps neuer Arbeitsstelle waren zuvor auch noch ausgelöscht worden. Das «Liverpool Echo» berichtete, dass gleich vier Mitarbeiter aus dem alten Trainerstab den Verein verlassen sollen, weil sie in Klopps Plänen keine Rolle spielen würden. Stattdessen soll Klopp seinen einstigen Weggefährten aus gemeinsamen Mainzer und Dortmunder Tagen, Zeljko Buvac, offensichtlich mitbringen. Der «Mirror» nannte ihn bereits als den «loyalen Leutnant». Zudem will Klopp auch Peter Krawietz mit an Bord holen.

Was die Mannschaft betrifft, will Klopp laut «Mirror» ohne größere Investition die Liverpooler um den deutschen Fußball-Nationalspieler Emre Can von Platz zehn in der Premier League nach oben führen. Seine erste Bewährungsprobe hätte er am 17. Oktober in London gegen die Tottenham Hostpur. «Der Deutsche hat den Reds-Bossen gesagt, dass er mag, was er auf DVD's von der Mannschaft gesehen hat und dass nur wenige kleine Schritte im Transferfenster im Januar nötig sind», schrieb das Blatt am Donnerstag.

Klopp, dessen Präsentation als Trainer für die nächsten drei Jahre für diesen Freitag erwartet wird, wäre erst der zweite Deutsche als Chef-Trainer in der Premier League. Felix Magath war bei seinem Versuch sportlich letztlich gescheitert und mit dem FC Fulham abgestiegen. Deswegen aber sollte sich Klopp nach Ansicht von Trainer-Ikone Sir Alex Ferguson keine Gedanken machen.

«Es gibt keinen Grund, das nicht souverän anzugehen», sagte der Ex-Teammanager von Manchester United in einem Interview dem «Kicker»: «Ich kann, in welcher Form auch immer, keine Ausrichtung gegen einen deutschen Trainer erkennen.»

Klopp soll bei den Liverpoolern das schaffen, woran Brendan Rodgers scheiterte: Vielversprechende Talente fordern und fördern, anstatt gestandene Profis für viel Geld zu holen. Nach 18 Neuzugängen an der legendären Anfield Road in den vergangenen zwölf Monaten, darunter auch der ehemalige Hoffenheimer Roberto Firminho in der Sommerpause für 41 Millionen Euro, will Klopp offensichtlich nur noch etwas nachjustieren. Nur wenige Schritte in der nächsten Transferperiode seien notwendig, soll er den Besitzern von der amerikanischen Fenway Sports Group versichert haben.

Laut dem «Express» müsste Klopp allerdings um den Verbleib von Spielmacher Philippe Coutinho kämpfen. Um die Dienste des brasilianischen Mittelfeldspielers bemühen sich angeblich die spanischen Spitzenclubs FC Barcelona und Real Madrid. Auch Ligarivale Manchester City soll Interesse an dem 23-Jährigen haben.

Sollte Liverpool sich nicht fürs internationale Geschäft qualifizieren können, wäre ein Verbleib Coutinhos mehr als fraglich. Geht Klopps Top-Vier-Mission aber auf, muss er sich auch darum keine Gedanken machen.