Mehr als 140 Tote nach Erdbeben auf Philippinen

Die Zahl der Toten nach dem schweren Erdbeben auf den Philippinen ist auf 144 gestiegen. Mindestens 23 Menschen werden noch vermisst, wie der Katastrophenschutz mitteilte.

Die Rettungsdienste vermuteten die Vermissten unter den Trümmern eingestürzter Gebäude auf der Insel Bohol, wo das Epizentrum lag. Das Erdbeben der Stärke 7,2 hatte sich am Dienstagmorgen in der Region der Visayas-Inseln in den Zentralphilippinen ereignet. Etwa 300 Menschen wurden verletzt. Die Helfer hatten Probleme, die betroffenen Ortschaften zu erreichen. Erdrutsche und Felsbrocken blockieren viele Straßen.

Das Vulkaninstitut registrierte mehr als 800 Nachbeben, wie Direktor Renato Solidum sagte. Zwölf seien spürbar gewesen. Fast die Hälfte der Provinz Bohol war am Mittwoch noch ohne Strom. Die Reparaturen an Straßen und Brücken werde mindestens einen Monat dauern, teilte das Amt für öffentliche Baumaßnahmen mit.

Bei einem Beben der Stärke 7,6 waren 1990 in Luzon im Norden des Landes rund 2 500 Menschen gestorben.