Mehr als 30 Prozent Frauen in Aufsichtsgremien von Bundesunternehmen

Der Bund hat die Vorgaben zur Besetzung der Aufsichtsgremien mit Frauen in seinen Unternehmen mehr als erfüllt.

Mehr als 30 Prozent Frauen in Aufsichtsgremien von Bundesunternehmen
Oliver Berg Mehr als 30 Prozent Frauen in Aufsichtsgremien von Bundesunternehmen

Zum 31. August 2015 stieg die Frauenquote in Kontrollgremien der unmittelbaren Bundesbeteiligungen auf 36 Prozent und lag damit über dem seit Januar 2016 geforderten Anteil von 30 Prozent. Das geht aus dem am Donnerstag in Berlin vorgelegten aktuellen Beteiligungsbericht des Bundes hervor. «Das zeigt, dass wir die Förderung der Karrieren von Frauen ernst nehmen und voranbringen», sagte der Staatssekretär im Finanzministerium, Jens Spahn (CDU).

Von den 136 Geschäftsführerpositionen in allen unmittelbaren
Bundesbeteiligungen waren im Jahr 2014 den Angaben zufolge 21 mit Frauen besetzt, was einem Anteil von 15,4 Prozent entspreche. Ende 2014 waren der Bund und seine Sondervermögen unmittelbar an 107 Unternehmen beteiligt. Hinzu kamen mittelbare Beteiligungen an 566 Unternehmen (Anteil unter anderem von unter 25 Prozent).

An der Deutschen Telekom etwa ist der Bund direkt sowie über die Förderbank KfW zusammen noch mit fast 32 Prozent beteiligt, an der Post hält die staatliche KfW 21 Prozent. Komplett in Bundesbesitz sind unter anderem die Deutsche Bahn und die Bundesdruckerei. Zum Portfolio gehören auch Flughäfen. Bei der Commerzbank ist der Bund mit rund 17 Prozent immer noch größter Einzelaktionär.

Der Bund betont stets, dass Privatisierungen «in Abhängigkeit von der Kapitalmarktsituation» erfolgen. Nach der Bundeshaushaltsordnung sollen Beteiligungen nur bei «wichtigem Bundesinteresse» gehalten werden - und auch dann nur, wenn es Private nicht besser können.