Mehr Kontrolle bei Handel mit genmanipulierten Organismen geplant

Die weltweiten Regeln für den Handel mit gentechnisch veränderten Organismen (GVOs) sollen schneller und wirksamer umgesetzt werden.

Dazu begann am Montag im südkoreanischen Pyongchang ein UN-Vertragsstaaten-Treffen zum Abkommen zur biologischen Sicherheit, dem sogenannten Cartagena-Protokoll. An dem Treffen nehmen Vertreter von Regierungen, der Zivilgesellschaft und Industrie aus aller Welt teil. 

Durch das 2003 rechtskräftig gewordene Protokoll soll etwa verhindert werden, dass genetisch manipulierte Organismen ohne Zustimmung der nationalen Behörden eingeführt und angebaut werden. Die Regeln betreffen beispielsweise Nahrungspflanzen wie Reis, Mais oder Soja. Das Importland kann deren Einfuhr verbieten, wenn die Sicherheit für Umwelt und Gesundheit angezweifelt wird. 

In Pyongchang werden bis Freitag Entscheidungen erwartet, um die Umsetzung des Protokolls zu beschleunigen. Dazu war bereits 2010 in Japan ein strategischer Zehn-Jahres-Plan beschlossen worden. Er sieht Maßnahmen vor, durch die «die Biovielfalt von jeder nachteiligen Auswirkung von GVOs geschützt wird».