Mehrere Tote bei Explosionen in Brüssel

Bei den Explosionen am Brüsseler Flughafen sind nach Angaben des belgischen Senders VRT mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. 35 Personen seien verletzt worden, berichtet der Sender.

Mehrere Tote bei Explosionen in Brüssel
Julien Warnand Mehrere Tote bei Explosionen in Brüssel

Zuvor hatte der belgische Senders RTBF mit Hinweis auf Quellen in Brüsseler Krankenhäusern von etwa zehn Toten und 30 Verletzten berichtet.

Auch in der Metrostation Maelbeek im Herzen des EU-Viertels gab es eine Detonation. Mindestens eine Person wurde von Rettungskräften auf einer Bahre versorgt, berichtete eine dpa-Reporterin. Die Brüsseler Nahverkehrsgesellschaft Stib schloss aus Sicherheitsgründen alle Metrostationen.

Die beiden Explosionen im Flughafen haben sich nach Angaben von Augenzeugen kurz nacheinander in der Abflughalle ereignet. Rettungsdienste sind vor Ort.

Vor den Explosionen haben Zeugen Schüsse gehört. Eine Person habe etwas auf Arabisch gerufen, berichteten mehrere Menschen vor Ort der Nachrichtenagentur Belga.

Die Terrorwarnstufe in Belgien wurde nach Angaben eines Sprechers von Innenminister Jan Jambon auf das höchste Niveau angehoben.

Der Verkehr zum Flughafen ist auf Anordnung der Polizei unterbrochen, wie das Bahnunternehmen SNCB über den Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte.

Flüge nach Zaventem werden umgeleitet. Der Frankfurter Flughafen darauf ein, umgeleitete Passagierjets aus der belgischen Hauptstadt aufzunehmen. Eine erste Maschine der österreichischen Gesellschaft Austrian Airlines sei bereits nach Frankfurt dirigiert worden, berichtete ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport.

Es sei zudem damit zu rechnen, dass die sieben geplanten Starts nach Brüssel abgesagt würden. Zu Sicherheitsmaßnahmen in Frankfurt wollte sich der Fraport-Sprecher nicht äußern. Sie seien auf der höchsten Stufe und würden eng mit den Sicherheitsbehörden abgestimmt.