Meinungsforscher rechnen mit klarer Ablehnung

In der Schweiz hat die weltweit erste Volksabstimmung über die Einführung eines bedingungslosen staatlichen Grundeinkommens für jeden Einwohner begonnen. Meinungsforscher rechnen mit einer klaren Ablehnung der umstrittenen Initiative.

Meinungsforscher rechnen mit klarer Ablehnung
Bernd von Jutrczenka Meinungsforscher rechnen mit klarer Ablehnung

Nach Umfragen wollen mehr als 70 Prozent der Beteiligten mit «Nein» stimmen. Auch in Deutschland gibt es nach einer veröffentlichten Umfrage derzeit keine Mehrheit für eine bedingungslose staatliche Grundversorgung. 53 Prozent der Deutschen würden dies ablehnen, ergab eine Emnid-Umfrage im Auftrag der «Bild am Sonntag». 40 Prozent würden sich die Einführung eines solchen Grundeinkommens wünschen.

Von den Befürwortern meinen demnach 44 Prozent, dass 1000 Euro pro Monat als Grundeinkommen angemessen wären. 45 Prozent halten den Betrag für zu niedrig, 10 Prozent für zu hoch. 62 Prozent der Bundesbürger befürchten der Umfrage zufolge, dass viele Menschen nach der Einführung eines Grundeinkommens weniger arbeiten würden. Emnid hat nach Angaben von «Bild am Sonntag» am 25. Mai insgesamt 500 repräsentativ ausgewählte Personen befragt.

In der Schweiz sollte nach den Vorstellungen der Initiatoren jeder Erwachsene 2500 Franken und jedes Kind 625 Franken pro Monat bekommen - derzeit sind das umgerechnet rund 2260 sowie 565 Euro. Im Gegenzug sollen Arbeitslosengeld, Sozialhilfe und Renten wegfallen. Nach Einschätzung des Schweizer Instituts gfs.bern wird der Vorschlag von mindestens 72 Prozent der Beteiligten abgelehnt.