Merkel: Reale Chance, Dinge zum Besseren zu wenden

Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht in den Vereinbarungen von Minsk einen Hoffnungsschimmer für eine friedliche Lösung der Ukraine-Krise. «Ich habe keine Illusion, wir haben keine Illusion: Es ist noch sehr, sehr viel Arbeit notwendig.

Es gibt aber eine reale Chance, die Dinge zum Besseren zu wenden», sagte Merkel nach den 17-stündigen Verhandlungen in Minsk.

«Wir haben Hoffnung - wir haben zwar noch nicht alles erreicht, aber wir haben eine ganz ernsthafte Hoffnung für die Ukraine und damit auch für Europa», sagte Merkel.

Nun müssten die konkreten Schritte gegangen werden, sagte die Kanzlerin. «Es werden noch große Hürden vor uns liegen.» Es gebe nun deutlich mehr Hoffnung, «als wenn wir nichts erreicht hätten. Deshalb kann man sagen, dass sich diese Initiative gelohnt hat.»

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko habe alles getan, «um eine Möglichkeit des Beendens des Blutvergießens zu erreichen», sagte Merkel.

Zum Schluss habe auch der russische Präsident Wladimir Putin Druck auf die Separatisten ausgeübt, damit diese dem Waffenstillstand zugestimmt hätten. Zudem hätten Frankreich und Deutschland «gemeinsam gezeigt, dass wir auch im Einklang mit Europa einen Beitrag geleistet haben».

Details der Abmachungen würden von der Kontaktgruppe veröffentlicht, sagte Merkel. «Wir als Chefs des Normandie-Formats (Deutschland, Frankreich, Russland und die Ukraine) haben uns verpflichtet, dass wir diesen Prozess der Implementierung überwachen und dass wir alles in unserer Kraft Stehende tun, um ihn auch weiter zu begleiten.»