Merkel: Vermuteter Giftgas-Angriff muss geahndet werden

Der vermutete Giftgas-Angriff des syrischen Regimes auf Vororte der Hauptstadt Damaskus muss Bundeskanzlerin Angela Merkel zufolge geahndet werden.

Merkel: Vermuteter Giftgas-Angriff muss geahndet werden
Michael Kappeler Merkel: Vermuteter Giftgas-Angriff muss geahndet werden

Regierungssprecher Steffen Seibert sagte am Montag in Berlin: «Es handelt sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit um einen Giftgas-Angriff. Er darf nicht folgenlos bleiben.» Zu einem möglichen militärischen Eingreifen des Westens und einer deutschen Beteiligung daran äußerte er sich nicht näher.

Seibert sagte: «Wir wollen alles, was wir können, dazu beitragen, damit es eine politische Lösung gibt.» Er erklärte zugleich: «An diesem Ort ist ein entsetzliches Verbrechen an Männern, Frauen und Kindern verübt worden.» Die Chemiewaffenkonvention verlange, dass es darauf eine sehr deutliche Antwort gebe. Die UN-Inspekteure sollten allerletzte Gewissheit schaffen.

Merkel telefonierte laut Seibert am Sonntag mit dem französischen Staatspräsidenten François Hollande und dem britischen Regierungschef David Cameron über eine klare internationale und möglichst geschlossene Reaktion.