Metall-Arbeitgeber im Südwesten präsentieren neues Angebot

Die Metall-Arbeitgeber im Südwesten haben in der dritten Tarifrunde ein neues Angebot vorgelegt. Südwestmetall und IG Metall loteten in Sindelfingen bei Stuttgart Möglichkeiten einer Annäherung bei den Themen Altersteilzeit und Weiterbildungsteilzeit aus.

Details der Zugeständnisse wurden bis zum frühen Abend jedoch nicht bekannt. An dem vorgeschlagenen Gehaltsplus von 2,2 Prozent hielten die Arbeitgeber fest.

Die IG Metall fordert für die 3,7 Millionen Beschäftigten der Branche, davon knapp 800 000 im Südwesten, 5,5 Prozent mehr Lohn, einen erweiterten Zugang zur Altersteilzeit und eine bezuschusste Weiterbildungsteilzeit.

Im Bezirk Mitte wurden die Gespräche ergebnislos vertagt. Bezirkschef Armin Schild kündigte eine schärfere Gangart an: «Offensichtlich müssen wir den Druck erhöhen.» Vor dem Treffen in Sindelfingen hatte der baden-württembergische IG Metall-Bezirksleiter Roman Zitzelsberger ein «verhandlungsfähiges Arbeitgeberangebot» verlangt.

Andernfalls würden die Warnstreiks ausgeweitet, an denen seit Ablauf der Friedenspflicht Ende Januar bundesweit 530 000 Metaller teilnahmen. «Wir können deutlich mehr.» Bundesweit legten am Mittwoch rund 20 000 Beschäftigte aus 90 Betrieben ihre Arbeit kurzzeitig nieder, davon 11 400 im Südwesten.

Aus Sicht der Arbeitgeber hat die IG Metall das Streikrecht bereits überstrapaziert und täte gut daran, ihre Maximalforderung aufzugeben.