Metall-Tarifparteien bekräftigen Willen zu Einigung

Arbeitgeber und IG Metall haben unmittelbar vor der vierten Verhandlungsrunde ihren Willen zur Einigung im Tarifstreit der Metall- und Elektroindustrie bekräftigt.

In Böblingen bei Stuttgart riefen sie einander aber auch zu Kompromissfähigkeit auf. Gelingt ein Durchbruch, könnte dies bundesweit ein starkes Signal für die Übernahme des Ergebnisses in den anderen Metall-Tarifbezirken sein.

«Die IG Metall muss auf das gute Arbeitgeber-Angebot reagieren», sagte Südwestmetall-Chef Stefan Wolf. Die Wahrscheinlichkeit eines Pilotabschlusses sei aber «relativ hoch». IG-Metall-Bezirksleiter Roman Zitzelsberger forderte die Arbeitgeber auf, ihr Angebot deutlich nachzubessern. Dann bestehe eine «gute Einigungsmöglichkeit».

Die Arbeitgeber bieten für die bundesweit rund 3,7 Millionen Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie - davon knapp 800 000 im Südwesten - 2,2 Prozent mehr Geld. Die IG Metall fordert 5,5 Prozent mehr. Bislang haben sich die Tarifparteien allerdings bei den Themen Neuregelung der Ende März auslaufenden Altersteilzeit und Einstieg in eine bezuschusste Weiterbildungsteilzeit verhakt.