Meuthen wollte Petry Hausverbot erteilen

Die beiden AfD-Bundesvorsitzenden Jörg Meuthen und Frauke Petry haben sich angesichts der Krise der baden-württembergischen Fraktion zum Gespräch getroffen. Sie zogen sich in Stuttgart zu einem Vier-Augen-Gespräch in einem Raum im Landtagsgebäude zurück.

Meuthen wollte Petry Hausverbot erteilen
Christoph Schmidt Meuthen wollte Petry Hausverbot erteilen

Dort wollten sie die «verzwickte Situation» klären, kündigte Petry an. Es sei wichtig, «emotionale Konflikte» aufzuarbeiten.

Meuthen hatte am Dienstag vergeblich versucht, seiner Widersacherin ein Hausverbot in Räumen des Landtages zu erteilen. Einen entsprechenden Bericht der «Welt» bestätigte eine Sprecherin des Landtags. Meuthen scheiterte aber: Ein solches Verbot könne nur Landtagspräsidentin Muhterem Aras erteilen.

Der Fraktionschef und AfD-Bundesvorsitzende hatte mit zwölf weiteren Abgeordneten die Fraktion im Stuttgarter Landtag verlassen. Hintergrund ist der Konflikt um den mit Antisemitismusvorwürfen konfrontierten AfD-Politiker Wolfgang Gedeon.

Meuthen will mit seinen Mitstreitern eine neue Fraktion bilden. Er hoffe, dass sich aus den in der bisherigen Fraktion verbliebenen Abgeordneten einige seinem Lager anschlössen, sagte Meuthen, der auch Landes- und Bundeschef der AfD ist. «Mein Ziel ist es, dass die AfD eine von Antisemitismus, Rassismus und Extremismus saubere Partei ist.»