Tausende Soldaten sollen Wahlen in Mexiko sichern

Stadt (dpa) - Wenige Stunden vor Beginn der Zwischenwahlen in Mexiko haben sich Demonstranten und Sicherheitskräfte im Süden des Landes heftige Auseinandersetzungen geliefert.

Tausende Soldaten sollen Wahlen in Mexiko sichern
Mario Arturo Martínez Tausende Soldaten sollen Wahlen in Mexiko sichern

Bei gewalttätigen Zusammenstößen zwischen streikenden Lehrern und der Polizei seien in Huajuapan im Bundesstaat Oaxaca mehrere Beamte verletzt worden, berichtete die Zeitung «El Universal».

In den Ortschaften Miahuatlán und Tuxtepec steckten Demonstranten Büros der Wahlbehörde in Brand. Im Bundesstaat Michoacán zündeten Studenten einen Reisebus an und blockierten eine Landstraße. In Tixtla im Bundesstaat Guerrero überfielen Vermummte einen Konvoi des Wahlamts und stahlen Unterlagen.

Angesichts der jüngsten Unruhen schickte das Innenministerium Einheiten des Heeres, der Marine und der Bundespolizei in die Region. «Die Mexikaner haben das Recht, in Frieden zu wählen», sagte Regierungssprecher Eduardo Sánchez am Samstag.

Allein im Bundesstaat Guerrero bezogen 6000 Polizisten Stellung, wie «El Universal» berichtete. Mindestens weitere 1500 Soldaten und Bundespolizisten wurden in den Nachbarstaat Oaxaca verlegt.

Bereits seit Tagen greifen Demonstranten immer wieder Parteizentralen sowie Büros der Wahlbehörde an und liefern sich Straßenschlachten mit der Polizei. Aus Protest gegen eine Bildungsreform und aus Unzufriedenheit mit der Regierung rief die mächtige Lehrergewerkschaft zum Boykott der Wahlen auf.

Heute werden alle 500 Abgeordneten auf Bundesebene, neun Gouverneure und knapp 900 Bürgermeister in 16 Bundesstaaten gewählt. Die Wahl gilt als Stimmungstest zur Mitte der Amtszeit von Präsident Enrique Peña Nieto.