Migranten stürmen Eisenbahntrasse bei Idomeni

Hunderte verzweifelte Migranten haben am Morgen die Bahntrasse, die Griechenland mit Mazedonien verbindet, gestürmt. Auslöser war nach Medienberichten ein Gerücht, wonach Mazedonien angeblich seine Grenze wieder für alle Migranten geöffnet habe.

Migranten stürmen Eisenbahntrasse bei Idomeni
Nikos Arvanitidis Migranten stürmen Eisenbahntrasse bei Idomeni

«Frei, frei, wir können rüber», schrie ein Flüchtling im griechischen Fernsehen. Griechische Grenzpolizisten sagten der Deutschen Presse-Agentur, das Gerücht stimme nicht, die Grenze sei geschlossen.

Die Polizei hielt sich zunächst aus Angst vor einer Eskalation zurück. Am Grenzübergang zwischen Griechenland und Mazedonien harren nach Schätzungen mehr als 7000 Migranten aus. In der Nacht zum Montag durften 305 Flüchtlinge nach Norden weiterreisen, sagten griechische Polizisten der dpa. Seit etwa vier Uhr am frühen Montagmorgen sei der Grenzzaun geschlossen, hieß es.