Milchkrise: Ernüchterung nach Treffen der Agrarminister

Nach einem Treffen der Agrarminister von Bund und Ländern zur Milchkrise hat sich Schleswig-Holsteins Ressortchef Robert Habeck (Grüne) ernüchtert gezeigt.

Milchkrise: Ernüchterung nach Treffen der Agrarminister
Sven Hoppe Milchkrise: Ernüchterung nach Treffen der Agrarminister

«Es gibt kein Angebot und kein Programm, jetzt kurzfristig mit konkreten Maßnahmen die Mengen zu reduzieren», sagte der Grünen-Politker nach dem Gespräch bei Bundesagrarminister Christian Schmidt.

Auch mit freiwilligen Schritten der Branche sei nicht mehr zu rechnen, um die hohe Milchmenge zur Stabilisierung der Preise herunter zu bringen. Er erwarte nun von einer Sonder-Agrarministerkonferenz im Juli eine Entscheidung für eine tatsächliche Mengenreduktion, sagte Habeck.

Schmidt hatte vor dem Treffen mit seinen Amtskollegen deutlich gemacht, dass er eine finanzielle Beteiligung der Länder an einer Existenzsicherung für notleidende Betriebe erwartet. Für den Bund hatte er bei einem «Milchgipfel» mit Branchenvertretern Ende Mai Nothilfen von mindestens 100 Millionen Euro zugesagt.