Mindestens 120 Tote bei Erdbeben in Himalaya

Bei dem schweren Erdbeben im Himalaya sind nepalesischen Medienberichten zufolge mindestens 120 Menschen ums Leben gekommen.

Mindestens 120 Tote bei Erdbeben in Himalaya
Narendra Shrestha Mindestens 120 Tote bei Erdbeben in Himalaya

Unter ihnen seien auch Todesopfer in der Mount-Everest-Region, berichtete die Nachrichtenseite Pahilopost unter Berufung auf das Innenministerium. Der Sender Kantipur Television meldete sogar 150 Tote allein in Krankenhäusern in der Hauptstadt Kathmandu.

Indische Behörden sprachen von vier Toten auf indischer Seite, jeweils zwei in den Bundesstaaten Bihar und Westbengalen. In Bangladesch starb nach offiziellen Angaben eine Frau im Distrikt Pabna. 25 Textilarbeiterinnen seien außerdem verletzt worden, als sie aus ihrer Fabrik in Savar vor den Toren der Hauptstadt Dhaka flüchteten. Aus Pakistan wurden zunächst keine Toten gemeldet.

Das Beben um 11.56 Uhr lokaler Zeit habe die Stärke 7,6 bis 7,9 gehabt, sagte Lokbijay Adhikari, Chef des Geologischen Zentrums in Nepal, der Deutschen Presse-Agentur. Die Nachbeben seien bis 5,5 stark gewesen. Die US-Erdbebenwarte sprach von der Stärke 7,9. Das Zentrum lag demnach etwa 80 Kilometer Luftlinie westlich der Hauptstadt Kathmandu, in nur 15 Kilometern Tiefe.

In Nepal stürzten laut Augenzeugen zahlreiche Häuser ein, darunter viele historische Gebäude. Straßen rissen auf, sodass der Verkehr zum Erliegen kam. Auch der einzige internationale Flughafen des Landes wurde geschlossen.