Mindestens 14 Tote bei Anti-IS-Demonstrationen für Kobane

Bei Demonstrationen für den Schutz der syrisch-kurdischen Stadt Kobane sind in der Türkei inzwischen mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen.

Alleine in der südöstlichen Stadt Diyarbakir seien bei Zusammenstößen und gewalttätigen Protesten acht Menschen getötet worden, berichteten türkische Medien am Mittwoch. Auch aus anderen Städten vor allem im kurdisch dominierten Südosten des Landes wurden Tote gemeldet.

Viele der Opfer seien bei Zusammenstößen zwischen Islamisten und Anhängern der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK ums Leben gekommen, berichtete die Zeitung «Hürriyet». Zahlreiche Menschen seien verletzt worden. Die Behörden hätten in der Nacht in sechs Provinzen Ausgangssperren verhängt. Die Zeitung «Radikal» sprach von «kriegsähnlichen Zuständen» in mehreren Städten des Landes.

Die meisten Opfern gab es in der Nacht zum Mittwoch. Unter den 14 Toten ist auch ein 25-Jähriger, der am Dienstag bei Zusammenstößen mit der Polizei in der vor allem von Kurden bewohnten Stadt Varto im Osten des Landes erschossen wurde. Auch in Istanbul und anderen Städten im Westen der Türkei kam es zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei. Von dort wurden aber keine Toten gemeldet.

In der syrisch-kurdischen Stadt Kobane (arabisch: Ain al-Arab) leisten kurdische Volksschutzeinheiten erbitterten Widerstand gegen die Terrormiliz IS. Die Kurden werfen der internationalen Gemeinschaft mangelnde Unterstützung vor.