Mindestens 25 Tote bei Flüchtlingstragödie in der Ägäis

Neues Flüchtlingsdrama in der Ägäis: Mindestens 25 Menschen sind ertrunken, als ihr Boot kurz vor der griechischen Insel Samos kenterte.

Unter den Opfern sind auch zehn Kinder. «Es ist fürchterlich», sagte ein Offizier der Küstenwache der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag. Zunächst war von 24 Opfern berichtet worden.

Zehn Menschen seien bisher aus den Fluten gerettet worden. Sie machten aber unterschiedliche Angaben über die Zahl der Menschen, die an Bord des Bootes waren. Mal ist die Rede von 40, mal von 50 Flüchtlingen, hieß es aus Kreisen der Küstenwache. 

An der Suche beteiligten sich Boote der Grenzagentur Frontex, Fischer aus Samos, ein Hubschrauber sowie die griechische und die türkische Küstenwache.

In den ersten 24 Tagen es Jahres sind nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR mehr als 44 000 Migranten aus der Türkei nach Griechenland gekommen. Die meisten gaben an, sie seien aus dem Kriegsland Syrien und wollten weiter nach Mitteleuropa.

Unterdessen wurde im Norden des Landes der Eisenbahn-Grenzübergang zwischen dem griechischen Idomeni und dem mazedonischen Gevgelija wiedergeöffnet. Am Vortag hatte der nördliche Nachbar Griechenlands für mehrere Stunden die Grenze geschlossen. Die mazedonische Seite bekräftigte gegenüber griechischen Sicherheitskräften, es sei ein «Stau» auf der Strecke nach Serbien entstanden. Seit dem frühen Donnerstagmorgen durften dann wieder Flüchtlinge die Grenze passieren.