Mindestens 37 Tote bei Brand in psychiatrischer Klinik

Beim Großbrand in einer psychiatrischen Klinik in Russland ist die Zahl der Toten auf mindestens 37 gestiegen. Ersten Erkenntnissen zufolge war die Ursache des Feuers, dass ein Patient unvorsichtig mit Feuer umging, wie ein Behördensprecher der Agentur Interfax zufolge sagte.

Das Heim liegt etwa 500 Kilometer nordöstlich von Moskau. Unter den Toten soll eine Krankenschwester sein, die versucht hatte, Patienten zu retten.

Der Brand in dem Heim bei Malaja Wischera war in der Nacht ausgebrochen. Die Evakuierung sei sehr schwierig gewesen, da viele Patienten bettlägerig und sehbehindert seien, sagte der Arzt Igor Bulanow. Einige Kranke seien von Medikamenten betäubt gewesen.

Zum Zeitpunkt des Brandes sollen sich 59 Patienten und ein Pfleger in dem flachen Holzgebäude aufgehalten haben, wie der Gebietsgouverneur sagte. Einige Patienten könnten durch die unvergitterten Fenster geflüchtet sein und sich noch in einem nahen Wald versteckt halten. Regierungschef Dmitri Medwedew entsandte einen Experten zum Unglücksort.

Alexander Starostin von der Feuerwehrzentrale sagte, das Gebäude sei nur unzureichend gegen einen Brand gesichert gewesen. Die Behörden hätten mehrfach Mängel beklagt und einen Umzug in eine moderne Klinik empfohlen. Verstöße gegen Sicherheitsvorschriften sind eine der häufigsten Ursachen für Brände in Russland. Im April waren bei einem Feuer in einer Klinik bei Moskau 38 Menschen gestorben.