Mindestens 600 Tote bei Erdbeben in Nepal

Bei dem schweren Erdbeben im Himalaya sind allein in Nepal mindestens 600 Menschen ums Leben gekommen.

Das sagte Innenministeriumssprecher Laxmi Dhakal in Kathmandu der Deutschen Presse-Agentur. Auch in Indien, Bangladesch und China starben Menschen.

Wegen des Erdbebens habe sich eine Lawine am Mount Everest gelöst und mehrere Bergsteiger verschüttet, sagte Tempa Tsheri Sherpa von der Organisation Dreamers Destination. Er konnte zunächst nicht sagen, wie viele Kletterer betroffen waren.

Das Beben um 11.56 Uhr lokaler Zeit habe die Stärke 7,6 bis 7,9 gehabt, sagte Lokbijay Adhikari, Chef des Geologischen Zentrums in Nepal, der Deutschen Presse-Agentur. Die Nachbeben seien bis 5,5 stark gewesen. Die US-Erdbebenwarte sprach von der Stärke 7,9.

Das Zentrum lag demnach etwa 80 Kilometer Luftlinie westlich der Hauptstadt Kathmandu, in nur 15 Kilometern Tiefe.

In Nepal stürzten laut Augenzeugen zahlreiche Häuser ein, darunter viele historische Gebäude. Straßen rissen auf, sodass der Verkehr zum Erliegen kam. Auch der einzige internationale Flughafen des Landes wurde geschlossen.