Mindestens ein Toter nach Anschlag auf Hotel in Kabul

Bei einem Anschlag auf ein von Ausländern bewohntes Hotel nahe des Kabuler Flughafens ist mindestens ein Mensch getötet worden. Das sagte ein Sprecher des Innenministeriums, Sedik Seddiki, am Montagabend.

Wenige Stunden zuvor hatte sich im selben Viertel ein Attentäter nahe eines Polizeipostens in die Luft gesprengt.

Im schwer gesicherten Baron wohnen Dienstleister internationaler Organisationen und der internationalen Militärmission. Es verspricht die «sicherste Unterkunft» in Kabul in 376 Luxus-Suiten.

Über die Zahl der Verletzten gab es zunächst unterschiedliche Informationen. Ein Krankenhaus, das nur wenige Kilometer vom Hotel entfernt liegt, meldete per Twitter, es empfange «massenhaft Verletzte im chirurgischen Zentrum». Der medizinische Leiter aller Kabuler Krankenhäuser, Mohibullah Khan Zir, sagte, er wisse von sechs Verletzten, darunter vier Kindern und zwei Erwachsenen. Afghanische Medien berichteten unter Berufung auf das Gesundheitsministerium von bis zu 29 Verletzten. Bei dem Anschlag auf einen Polizeiposten wurde kein Zivilist verletzt.

Die Bombe war gegen 18.50 Uhr Ortszeit explodiert. Die Taliban bekannten sich zu dem Anschlag mit einer Twitter-Nachricht. Man habe eine «Lastwagenbombe für einen Selbstmordanschlag auf ein Ausländer-Camp nahe des Flughafens» benutzt. Dutzende «Eindringlinge» seien getötet worden. Opferangaben der Taliban sind oft übertrieben.