Mindestens zehn Ausländer in Burkina Faso getötet

Die Zahl der Opfer des islamistischen Terroranschlags in Burkina Faso ist dem Präsidenten zufolge auf 28 gestiegen.

Unter den Toten waren auch zwei Schweizer, ein Niederländer, ein US-Amerikaner und sechs Kanadier, wie die Außenministerien der Herkunftsländer mitteilten. Die Nationalitäten der übrigen Opfer blieben zunächst unklar.

Präsident Roch Marc Christian Kaboré sagte in einer Rede an die Nation am Samstagabend, «wir werden siegreich aus dem Krieg hervorgehen, den (die Terroristen) unserem Volk und den anderen Staaten der Welt aufzwingen.» Er ordnete eine dreitätige Staatstrauer an. Zu dem Anschlag auf ein beliebtes Restaurant und ein Luxushotel in Ouagadougou hatte sich Al-Kaida im Islamischen Maghreb (AQMI) bekannt. Am Samstag sprachen die Behörden zunächst von 26 Opfern.

Bei den Schweizer Opfern handelte es sich der «Neue Zürcher Zeitung am Sonntag» zufolge um den früheren Post-Chef und Abgeordneten Jean-Noël Rey sowie den Walliser Abgeordneten Georgie Lamon. Sie seien zur Einweihung einer Schulkantine nach Burkina Faso gereist. Das niederländische Opfer, der 67-jährige Arie Houwelig, war laut Außenministerium in Burkina Faso für eine Hilfsorganisation tätig. Der getötete US-Amerikaner Michael James Riddering war Medienberichten zufolge ein in Burkina Faso lebender Missionar.

Am Samstagmorgen wurde im Norden des Landes, unweit der malischen Grenze, zudem ein australisches Paar von mutmaßlichen islamistischen Extremisten entführt. Der Arzt und seine Frau betrieben seit langem eine Klinik in der Region. Es war zunächst nicht klar, ob die Entführung im Zusammenhang mit den Anschlägen stand.