Mindestlohn und Rente: Was sich Anfang Oktober ändert

Der 1. Oktober bringt nur wenige gesetzliche Änderungen, darunter einen neuen Mindestlohn und eine Neuregelung für Auslandsrenten.

Mindeslohn und Rente: Was sich Anfang Oktober ändert
Maurizio Gambarini Mindeslohn und Rente: Was sich Anfang Oktober ändert

- MINDESTLOHN: Auch für die rund 11 000 Steinmetze gilt künftig ein bundesweiter Mindestlohn. Im Osten Deutschlands sind es 10,13 Euro in der Stunde, im Westen 11,00 Euro. Bereits zum 1. Mai 2014 steigen diese Lohnuntergrenzen auf 10,66 Euro und 11,25 Euro. Es handelt sich um den zwölften verbindlichen Branchen-Mindestlohn in Deutschland.

- RENTE: Deutsche und ausländische Staatsangehörige sind künftig bei Rentenzahlungen ins Ausland gleichgestellt. Die bei Auslandszahlungen bislang in bestimmten Fällen vorgenommene Kürzung der Rente auf 70 Prozent entfällt. Die Zahl der davon Betroffenen ist mit etwa 10 000 allerdings gering.

- UMSATZSTEUER/EU: Für Unternehmer gibt es Erleichterungen bei den Nachweispflichten für steuerfreie Lieferungen in andere EU-Staaten. Liefert ein deutscher Unternehmer Waren an Unternehmen in einem anderen EU-Land, ist dieser Transfer von der deutschen Umsatzsteuer befreit und unterliegt beim ausländischen Empfänger der dortigen Umsatzsteuer. Für die Steuerfreiheit muss der deutsche Unternehmer nachweisen, dass die Ware auch an den Bestimmungsort gelangt ist. Diese Nachweispflichten werden entschärft.