Mini-Zeppelin legt Bahnverkehr in Hamburg zeitweise lahm

Ein Mini-Zeppelin hat sich in Hamburg in einer Oberleitung verheddert und für erhebliche Beeinträchtigungen im Bahnverkehr gesorgt. Erst nach drei Stunden sei die Streckensperrung zwischen dem Bahnhof Harburg und dem Hauptbahnhof wieder aufgehoben worden, sagte eine Bahnsprecherin.

Spezialisten der Bahn hatten den vier bis fünf Meter langen Zeppelin mit Haken aufs Gleis und von dort auf die Straße gezogen. Ein technischer Defekt verursachte nach Angaben der Feuerwehr den Unfall. Die Fernsteuerung des Zeppelins sei ausgefallen, so ein Sprecher.

Ein Zug der Privatbahn Metronom sei im Bereich des Freihafens liegengeblieben. Rund 900 Reisende hätten den Zug verlassen müssen, sagte er. Verletzt wurde niemand.

Reisende der Deutschen Bahn Richtung Norden mussten am Bahnhof Harburg aussteigen und von dort mit der S-Bahn zum Hamburger Hauptbahnhof weiterfahren. Auch Richtung Süden mussten Passagiere vom Hauptbahnhof via S-Bahn nach Harburg weiterreisen. Einzelne Züge seien umgeleitet worden, es sei zu Verspätungen gekommen, sagte die Sprecherin weiter. Am Abend sollten alle Züge wieder regulär fahren.

Auf dem Zeppelin war Werbung für den Anfang Oktober in die Kinos kommenden Film «Pan» zu sehen. Das kleine Luftschiff verfing sich im Bereich der Norderelbbrücke in der Oberleitung.