Ministerin verteidigt spätes Eingreifen im Fall Mollath

Bayerns Justizministerin Beate Merk (CSU) hat ihr spätes Handeln im Fall Gustl Mollath erneut verteidigt. Sie habe erst aktiv werden und ein neues Verfahren fordern können, als es einen tatsächlichen Wiederaufnahmegrund gegeben habe, sagte sie am Mittwoch im ZDF-«Morgenmagazin».

Ministerin verteidigt spätes Eingreifen im Fall Mollath
Peter Kneffel Ministerin verteidigt spätes Eingreifen im Fall Mollath

Das sei erst im November vergangenen Jahres der Fall gewesen - bis dahin habe sie das rechtskräftige Urteil akzeptieren müssen. «Ich habe die Möglichkeiten genutzt, die ich hatte», sagte Merk. Allerdings werfen auch Koalitionspolitiker der Justizministerin vor, die Brisanz des Falls zu spät erkannt zu haben.