Ministertreffen soll Libyens Einheitsregierung stärken

Spitzendiplomaten aus mehr als 20 Ländern sind am Montag in Wien zusammengekommen, um der neuen Einheitsregierung im krisengeschüttelten Libyen den Rücken zu stärken.

Ministertreffen soll Libyens Einheitsregierung stärken
Facundo Arrizabalaga / Pool Ministertreffen soll Libyens Einheitsregierung stärken

Auf Einladung von US-Außenminister John Kerry und seinem italienischen Amtskollegen Paolo Gentiloni wollen sie erörtern, wie das nordafrikanische Land stabilisiert werden kann. An den Beratungen nimmt auch der Chef der neuen libyschen Einheitsregierung, Fajis al-Sarradsch, teil. 

Die entscheidende Frage sei, ob Libyen unmittelbar an der Südgrenze Europas ein Ort bleibe, an dem sich Terrorismus, Schleuserkriminalität und Instabilität weiter verbreiteten, sagte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier vor Beginn des Treffens. 

In Libyen liefern sich seit dem dem Sturz von Machthaber Muammar al-Gaddafi 2011 rivalisierende Gruppierungen und Extremisten Machtkämpfe. In Teilen des Landes konnte sich die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) etablieren und ihren mächtigsten Ableger außerhalb Syriens und des Iraks aufbauen.

Zudem machen in Libyen Schlepperbanden mit Flüchtlingen Geschäfte. Im vergangenen Jahr kamen über die sogenannte zentrale Mittelmeerroute mehr als 150 000 Migranten in die EU.