Missbrauchsprozess gegen Trainer vertagt

Ein Sporttrainer muss sich seit Montag wegen schweren sexuellen Missbrauchsvorwürfen vor dem Landgericht Lüneburg verantworten.

Missbrauchsprozess gegen Trainer vertagt
Philipp Schulze Missbrauchsprozess gegen Trainer vertagt

Opfer des 27-Jährigen sollen zwei Kinder und ein Jugendlicher gewesen sein, die er im Verein betreute. Das Verfahren wurde nach einer Stunde am ersten Prozesstag auf den 19. Januar vertagt, nachdem der Anwalt des Angeklagten einen Antrag auf Befangenheit gegen die drei Berufsrichter gestellt hatte. Das Gericht müsse in den kommenden Tagen über den Antrag entscheiden, hieß es.

Im vergangenen Juli habe die Kammer die Aufrechterhaltung des Haftbefehls für seinen Mandanten falsch begründet, argumentierte der Anwalts des Angeklagten. Die Kammer war von einem vollen Geständnis ausgegangen, obwohl der Mann die Vorwürfe nur teilweise eingeräumt und auch von einvernehmlichem Sex gesprochen hatte. Nun muss der Prozess von vorn beginnen. Das Oberlandesgericht Celle hatte den Haftbefehl gegen den Mann Ende Juli außer Vollzug gesetzt, der Angeklagte ist auf freiem Fuß.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Trainer 71 Taten vor, darunter schweren sexuellen Missbrauch von Kindern, von Schutzbefohlenen und von widerstandsunfähigen Personen. Dem Angeklagten drohen bis zu 15 Jahre Haft, ein Urteil soll Ende März fallen.