Mit Zauberwürfel aus Luft zur RTL-Million: Student räumt ab

Ein Student hat im RTL-Quiz «Wer wird Millionär?» die Million gewonnen, nachdem er die Hände von Günther Jauch mit zur Hilfe genommen hat.

Mit Zauberwürfel aus Luft zur RTL-Million: Student räumt ab
Caroline Seidel Mit Zauberwürfel aus Luft zur RTL-Million: Student räumt ab

Der Psychologie-Doktorand Leon Windscheid aus Münster, der an diesem Dienstag 27 Jahre alt wird, beantwortete die entscheidende Frage nach mehr als 20 Minuten Grübeln richtig: «Aus insgesamt wie vielen Steinchen besteht der klassische von Ernö Rubik erfundene Zauberwürfel? A: 22; B: 24; C: 26; D: 28.» Windscheid und Gastgeber Günther Jauch hatten zusammen ihre Hände zu einem Würfel verkantet, um die Flächen zu simulieren. Dies führte schließlich zur Antwort.

Nach quälend langer Zeit legte sich Windscheid fest und antwortete richtig mit C - 26. Dann ging der Konfettiregen auf den jungen Mann hernieder. Windscheid kämpfte mit den Tränen. «Ich kann es noch immer gar nicht glauben. Eine Eins mit sechs Nullen. Das fühlt sich an, wie in einem ziemlich verrückten Traum», sagte er RTL nach der Show, die am Montagabend auf RTL ausgestrahlt wurde.

Der Glückspilz ist insgesamt der 11. Millionär einer regulären Ausgabe in der gut 16-jährigen Geschichte von «Wer wird Millionär?». Bereits der erste Gewinner, Professor Eckhard Freise, der im Jahr 2000 noch eine Million Mark absahnte, stammt aus der Universitätsstadt.

«Ich will ganz normal weitermachen», beteuerte der Neu-Millionär. Er fragte Jauch zugleich keck: «Kann ich Ihren Anzug haben von heute Abend?» Der Showmaster willigte ein und tauschte mit ihm sofort das Jackett, wollte dafür aber Windscheids ausgelatschte Turnschuhe. Der Anzug soll später für einen guten Zweck versteigert werden.

Damit ist nach gut einem Jahr Pause aus Jauchs RTL-Dauerbrenner wieder ein Hauptgewinner hervorgegangen - und das obwohl der in Solingen aufgewachsene Windscheid zuletzt keinen Joker mehr in der Hand hatte. «Ich habe nichts anderes erwartet», sagte Windscheids Freundin, als sie ihn im Konfettiregen küsste.

«In so einer Situation kann man sich nicht ganz sicher sein», sagte Windscheid über die letzte Frage. «Die Aufregung ist viel zu groß. Aber ich war mir am Ende so sicher, dass ich es mir nie verziehen hätte, es nicht zu riskieren und habe C gesagt.» Zuerst sei er auf dem Holzweg gewesen, weil er den Zauberwürfel größer in Erinnerung gehabt habe. Nach der «Handarbeit» habe der Entschluss schließlich festgestanden. In der Nacht zu Dienstag feierte Windscheid in einer Studentenkneipe in Münster in seinen 27. Geburtstag hinein. Er schmiss nach der Ausstrahlung seines Triumphs eine Lokalrunde.

Der letzte Millionär vor Windscheid war am 17. Oktober 2014 der Hannoveraner Thorsten Fischer, der in der Jubiläumsausgabe zum 15. Geburtstag den Coup schaffte. Neben den elf normalen Kandidaten schafften noch drei Prominente (Thomas Gottschalk, Oliver Pocher, Barbara Schöneberger) das Kunststück. Außerdem ergatterte kürzlich eine Dresdnerin beim Jackpot-Special mehr als 1,5 Millionen Euro.