Münchener Kunstfund soll aufgeklärt werden

Nach dem spektakulären Münchener Kunstfund hat die Bundesregierung ihr Vorhaben bekräftigt, die Klärung der Besitzverhältnisse zu beschleunigen.

Münchener Kunstfund soll aufgeklärt werden
Marc Müller Münchener Kunstfund soll aufgeklärt werden

«Wir wollen das vorantreiben, und wir werden noch in dieser Woche weitere Einzelheiten zum Prozedere bekanntgeben können», sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin.

Eine Liste der Werke mit unklarer Erwerbsgeschichte solle umgehend veröffentlicht werden. Seibert schränkte allerdings ein, das Aufklärungsinteresse der Öffentlichkeit und die Interessen der Justiz müssten miteinander in Einklang gebracht werden. «Wir müssen ein rechtsstaatliches Verfahren finden.»

In der Münchener Wohnung des Kunsthändlersohns Cornelius Gurlitt waren rund 1400 vielfach verschollen geglaubte Werke gefunden worden. Eine öffentliche Auflistung der Gemälde soll Klarheit darüber schaffen, ob einzelne Werke von den Nationalsozialisten geraubt oder verfolgten Juden zu Spottpreisen abgehandelt wurden. Deshalb hatte Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) bereits am Wochenende zugesagt, die Herkunftsrecherche zügig voranzubringen.