Mobil-Bezahldienst SumUp will Kassensysteme angreifen

Der Berliner Mobil-Bezahldienst SumUp nimmt den Markt für Kassensysteme ins Visier. Das Start-up stellte am Dienstag ein Komplett-Angebot auf Basis eines iPad von Apple vor.

Mobil-Bezahldienst SumUp will Kassensysteme angreifen
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Für einen Mietpreis von 69 Euro im Monat gibt es ein Tablet mit Stand, Geldschublade, Kassenbon-Drucker und WLAN-Router. Das Angebot ist vor allem für kleinere Geschäfte gedacht. «Wir haben in Gesprächen mit unseren Kunden oft gehört, dass sie die Investition in ein klassisches Kassensystem scheuen, das einige tausend Euro kosten kann», sagte SumUp-Geschäftsführer Stefan Jeschonnek der dpa. Das System erfülle alle regulatorischen Anforderungen und die Miete sei monatlich kündbar.

SumUp bietet derzeit wie mehrere andere Konkurrenten Einsteck-Module für Smartphones und Tablets an, mit denen Händler Kartenzahlungen annehmen können. In diesem Jahr soll aber auch das System SumUp Pay an den Start gehen, bei dem der Bezahlprozess weitgehend in den Hintergrund rückt: Die Vision ist, dass das Smartphone in der Tasche bleiben kann und direkt mit dem Kassensystem kommuniziert. Die am Dienstag vorgestellten iPad-Sets sollen dafür mit einem Software-Update angepasst werden können, sagte Jeschonnek.

Die Firma hatte Ende Mai mit dem Kreditkarten-Spezialisten American Express und der Rabattgutschein-Website Groupon zwei namhafte Investoren aus den USA gewonnen. Der zweistellige Millionenbetrag aus der Finanzierungsrunde soll unter anderem für die internationale Expansion eingesetzt werden.