Modernere Rakete schafft es endlich ins All

Bildstörung im Weltall: Bei einem Außeneinsatz rund 400 Kilometer über der Erde ist die Montage moderner Kameras an der Internationalen Raumstation ISS an technischen Problemen gescheitert.

Die Kosmonauten Sergej Rjasanski und Oleg Kotow installierten die hochauflösenden Geräte zwar zunächst am Außenposten der Menschheit. Die Bildqualität sei aber nicht zufriedenstellend gewesen, teilte die Flugleitzentrale bei Moskau am Samstag der Agentur Interfax mit.

Die beiden Russen bauten die Kameras daher am späten Freitagabend wieder ab und brachten sie zurück an Bord. Das Abschrauben mehrerer Boxen mit Experimenten und der Aufbau eines Arbeitsplatzes an der Außenseite der ISS seien hingegen erfolgreich verlaufen, hieß es. Mit acht Stunden und fünf Minuten sei es der bisher längste Außeneinsatz in digital gesteuerten russischen «Orlan-MK»-Raumanzügen gewesen.

Nach zahlreichen Pannen in der Testphase absolvierte eine neue russische Trägerrakete unterdessen einen gelungenen Jungfernflug. Mit dem moderneren Modell Sojus-2.1w, das Nutzlasten bis 2800 Kilogramm in den Orbit bringen kann, will Russland bei der kommerziellen Raumfahrt etwa mit dem Transport von Satelliten künftig mehr Geld verdienen. Die Rakete sei am Samstag vom nordrussischen Kosmodrom Plessezk aus gestartet, teilte das Verteidigungsministerium mit.