Monsunregen in Manila: 130 000 fliehen vor Fluten

Mehr als die Hälfte des Hauptstadtgebiets war überschwemmt, berichtete die Behörde für Katastrophenschutz. In einigen Stadtteilen stand das Wasser zwei Meter hoch und die Menschen flüchteten auf ihre Dächer. In den nördlichen Provinzen kamen mindestens sieben Menschen bei Überschwemmungen um. Insgesamt mussten 130 000 Menschen flüchten.

In Manila blieben Behörden, Schulen und die Börse geschlossen. Auch im Finanzviertel Makati waren viele Straßen unpassierbar. Ebenso am Flughafen: «Alle Straßen in die Stadt sind überflutet, die Passagiere kommen weg», sagte Flughafenmanager Jose Angel Horado. Wassermassen überschwemmten zudem einen Terminal. Mindestens 66 Flüge von und nach Manila wurden gestrichen. Nach einem Dammbruch bei Manila ordnete die Polizei die Räumung nahe gelegener Wohnviertels an. Tausende Menschen waren betroffen. «Der Regen wird noch schlimmer», warnte ein Sprecher der Wasserwerke.

Der Wetterdienst warnte vor weiteren Regenfällen, bis zu 40 Millimeter pro Stunde. Das Zentrum von Tropensturm «Trami» zog inzwischen weiter nach Norden über vorgelagerte Inseln Richtung Taiwan. Das Tief mit seinen Ausläufern brachte Regen in einem Gebiet mit rund 500 Kilometern Durchmesser.