Beach-Duo Erdmann/Matysik Dritte in Moskau

Gleich beim ersten Grand Slam des Jahres hat das Beachvolleyball-Nationalteam Jonathan Erdmann und Kay Matysik seine hohen Ambitionen unterstrichen.

Beach-Duo Erdmann/Matysik Dritte in Moskau
Yuri Kochetkov Beach-Duo Erdmann/Matysik Dritte in Moskau

Die deutschen Meister aus Berlin gewannen in Moskau das «kleine» Finale gegen das brasilianische Top-Duo Alison/Bruno mit 2:0 (21:19, 21:17). Damit setzten die WM-Dritten von 2013 ein erstes Ausrufezeichen mit Blick auf Olympia 2016. «Wir haben ganz klar Rio im Blick», erklärte Routinier Matysik: «Das ist ein perfekter Start für uns in die Qualifikation.» Für das deutsche Duo Nummer eins ist der dritte Platz die beste Platzierung auf der Welttour nach WM-Bronze 2013 in Polen.

Nach einer souveränen Gruppenphase mit nur einem Satzverlust hatten Erdmann/Matysik in Moskau das zweite deutschen Nationalteam, Alexander Walkenhorst und Stefan Windscheif aus Essen, ausgeschaltet. Im Halbfinale mussten sie sich allerdings den Spaniern Pablo Herrera und Adrián Gavira geschlagen geben. Mit dem Erfolg über Alison/Bruno buchten die Berliner, die sich im Vorfeld des Moskauer Turniers noch mit kleineren Verletzungen geplagt hatten, wichtige Qualifikationspunkte für Olympia. «Unsere Taktik ist aufgegangen», sagte Block-Spezialist Erdmann.

«Wir wollen in diesem Jahr mit vielen Top-Resultaten die Weichen stellen», erklärte Abwehrspieler Matysik. 15 Teams kommen über die Weltrangliste nach Rio. Saisonhöhepunkt 2015 ist die WM ab Ende Juni in den Niederlanden. Dort wird an die Weltmeister wie den Herren und Damen ein direktes Olympia-Ticket vergeben.

Die deutschen Frauen-Duos hatten sich in Moskau mehr ausgerechnet. Für Laura Ludwig/Kira Walkenhorst (Hamburg), die erstmals nach Walkenhorsts monatelanger Krankheitspause wieder auf der Welttour am Start waren, endete das Turnier in der ersten K.o.-Runde. Für Katrin Holtwick und Ilka Semmler (Berlin) sowie das Überraschungsduo Chantal Laboureur und Julia Sude (Stuttgart/Friedrichshafen) war im Achtelfinale Schluss. Die Vizeweltmeisterinnen Karla Borger und Britta Büthe (Stuttgart), in diesem Jahr Siegerinnen auf der Welttour in Luzern, hatten schon die Gruppenphase überraschend nicht überstanden.