Britta Heidemann scheitert bei Fecht-WM in Runde zwei

Degen-Ass Britta Heidemann ist bei den Weltmeisterschaften in Moskau bereits im zweiten Gefecht ausgeschieden. Die Vorjahres-Zweite aus Leverkusen verlor in der Runde der besten 32 gegen Bianca Del Carretto aus Italien im «Sudden Death» mit 13:14.

Für Peking-Olympiasiegerin Heidemann ist das Aus gegen die Europameisterin von 2014 ein Rückschlag im Kampf um die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro.

Von den vier deutschen Degenfechterinnen steht nur Alexandra Ndolo, die ebenfalls für Leverkusen startet, im Achtelfinale. Sie schlug zunächst Pauline Brunner aus der Schweiz mit 4:2 und danach die ehemalige Junioren-Weltmeisterin Kelley Hurley aus den USA sicher mit 15:9. Ndolo trifft unter den Top 16 auf Katrina Lehis aus Estland.

Britta Heidemann war als Nummer sieben der Weltrangliste direkt für das Hauptfeld qualifiziert. Doch schon im Auftaktgefecht hatte die 32-Jährige, die seit Jahren bei jedem Top-Ereignis auf Weltebene Medaillen sammelte, beim 15:14 gegen Polina Melentiev aus Israel große Probleme.

Bundestrainer Piotr Sozanski hatte sich vor dem Start noch optimistisch zu Heidemann geäußert: «Sie ist in einer sehr guten Verfassung. Und ihre Verletzung hat sie im Griff», sagte Sozanski zu den dauerhaften Achillessehnenproblemen der Peking-Gewinnerin. Nun muss das deutsche Quartett in der Team-Entscheidung am Samstag unbedingt punkten, um den Olympia-Start möglich zu machen.

Im 32er-Feld schied auch die ehemalige WM-Siebte Monika Sozanska beim 9:14 gegen Südkoreas Olympia-Zwölfte Choi Injeong aus. Zwei der für das Hauptfeld qualifizierten deutschen Degenherren ereilte der K.o. unter den besten 64: Der ehemalige Europameister Jörg Fiedler (Leipzig) bot beim 13:15 gegen Joao Cordeiro aus Portugal ebenso eine große Enttäuschung wie Stephan Rein aus Heidenheim beim 8:15 gegen den Südkoreaner Jung Seung-Hwa.

Im Herrenflorett zogen der viermalige Einzel-Weltmeister Peter Joppich aus Koblenz und der Vorjahres-Achte Sebastian Bachmann vom FC Tauberbischofsheim in das 64er-Feld ein. Die Bonner Moritz Kröplin und André Sanita scheiterten vorzeitig.