Motiv für Bluttat von Kalifornien weiter unklar

Nach der tödlichen Attacke im kalifornischen San Bernardino ermittelt das FBI auch wegen Terrorverdachts. Einer der Täter habe vor mehreren Jahren Kontakt zu Extremisten in den USA und im Ausland gehabt, zitiert die «New York Times» Ermittler.

Es habe aber weder aktuelle Kontakte gegeben noch jedweden Hinweis, wonach die Bluttat von Islamisten oder Extremisten inspiriert gewesen sei. Als Motiv kommt weiterhin auch ein Streit am Arbeitsplatz infrage.

Am Donnerstag hatte ein Ehepaar bei einer Weihnachtsfeier einer Sozialeinrichtung 14 Menschen erschossen. Schwer bewaffnet, wurden der 28-jährige Syed Farook und seine 27 Jahre alte Frau Tashfeen Malik auf der Flucht von der Polizei erschossen.

Es war seit mehreren Jahren der schwerste Zwischenfall dieser Art in den USA.

Die Tat sei eindeutig geplant worden, sagte FBI-Ermittler David Bowdich. Die beiden hätten eine «Mission» gehabt. In das Gebäude hatte das Paar auch eine Kombination dreier Rohrbomben auf einem fahrbaren Untersatz mitgebracht, der aber nicht detonierte.

Die 14 Todesopfer waren zwischen 26 und 60 Jahre alt. Zwölf von ihnen seien Bezirksangestellte gewesen, sagte Polizeichef Jarrod Burguan am Donnerstagabend (Ortszeit). 21 Menschen wurden verletzt.

«Die beiden waren möglicherweise auf dem Weg zu weiteren Angriffen», sagte Burguan. «Wir haben sie vorher gestellt.»

Die Angreifer besaßen ein großes Waffenarsenal. Allein in ihrer Wohnung fanden Ermittler zwölf Rohrbomben und mehr als 4500 Schuss Munition für Sturmgewehre, Pistolen und langläufige Waffen. Das Paar sei zu weiteren Angriffen fähig und ausgerüstet gewesen, sagte Burguan.

Farook ist US-Bürger, er lernte seine pakistanische Frau über das Internet kennen. Erstmals traf er sie in Saudi-Arabien und reiste mit ihr im Juli 2014 in die USA ein. Das Paar hatte eine gemeinsame, erst sechs Monate alte Tochter.