Siemens-Beschäftigte protestieren gegen weiteren Stellenabbau

Bei einem bundesweiten Aktionstag wollen Siemens-Beschäftigte ihrem Unmut über den weiteren Stellenabbau bei dem Elektrokonzern Luft machen.

Siemens-Beschäftigte protestieren gegen weiteren Stellenabbau
Rainer Jensen Siemens-Beschäftigte protestieren gegen weiteren Stellenabbau

Neben Kundgebungen, Flugblatt- und Unterschriftenaktionen sind auch Betriebsversammlungen an zahlreichen deutschen Siemens-Standorten geplant. Zu dem Aktionstag hatte die IG Metall aufgerufen, die dem Konzern vorwirft, bei Problemen immer wieder reflexartig an der Schraube der Personalkosten zu drehen. Schwerpunkte der Aktionen sind die Standorte Duisburg, Nürnberg und Berlin, wo unter anderem Siemens-Gesamtbetriebsratschefin Birgit Steinborn bei einer Kundgebung sprechen wird.

Konzernchef Joe Kaeser hatte vor einigen Wochen bekanntgegeben, dass über den Abbau von 9000 Jobs durch den Konzernumbau und wegen der Probleme im Energiegeschäft hinaus noch einmal 4500 Jobs weltweit wegfallen sollen, davon 2200 in Deutschland. Hintergrund sind anhaltende Schwierigkeiten in der Stromerzeugungs-Sparte (Power & Gas) sowie die Sanierung ertragsschwacher Geschäfte. Siemens hat weltweit rund 342 000 Beschäftigte, davon 114 000 in Deutschland.