DEB will Lösung für Nationalteam vorstellen

Endlich will der Deutsche Eishockey Bund (DEB) das Geheimnis lüften. Gut sieben Wochen nach der Trennung von Bundestrainer Pat Cortina wird DEB-Präsident Franz Reindl die Lösung für die strukturelle und personelle Neuausrichtung des Nationalteams vorstellen.

DEB will Lösung für Nationalteam vorstellen
Armin Weigel DEB will Lösung für Nationalteam vorstellen

Es wird damit gerechnet, dass am Freitag in München ein Generalmanager und ein Bundestrainer präsentiert werden.

Der deutsche NHL-Rekordspieler Marco Sturm - und nicht mehr Stanley-Cup-Sieger Uwe Krupp - ist Favorit für den Posten des Generalmanagers, der das Gesicht der Auswahl sein soll. Der 36 Jahre alte frühere Nationalspieler hatte Gespräche mit dem Verband bestätigt. In der DEB-Geschäftsstelle könnte aber auch eine Überraschung verkündet werden.

Eigentlich wollte sich Reindl bis «spätestens Mitte Juni» auf eine Nachfolge-Regelung festlegen, die Suche zog sich aber hin. Der frühere Nationalspieler wünschte sich eine Rückkehr von Krupp, der bereits von 2005 bis 2011 als Bundestrainer gearbeitet hatte. Doch Medienberichten zufolge wollen die Eisbären Berlin ihren Trainer jedoch nicht abgeben.

Denn der Generalmanager soll künftig hauptamtlich arbeiten - und nicht wie bisher Wolfsburgs Manager Charly Fliegauf gleichzeitig in der Deutschen Eishockey Liga beschäftigt sein. «Die Nationalmannschaft braucht eine Identifikationsfigur, ein Gesicht mit Background», erläuterte Reindl. So sollen die Spieler verstärkt an das Nationalteam gebunden und die Heim-WM 2017, die Deutschland gemeinsam mit Frankreich ausrichtet, besser vermarktet werden.

Sturm könnte diese Anforderung erfüllen. Im vergangenen Jahr beendete er seine Karriere nach 1006 Spielen in der nordamerikanischen Profiliga NHL - so viele Partien bestritt bislang kein anderer Deutscher. Spekuliert wurde auch über andere Namen - etwa über Düsseldorfs Trainer Christof Kreutzer, den Wolfsburger Coach Pavel Gross oder den früheren Nationalspieler Peter Draisaitl.