Dramatik pur: Basketball-Meister erst am Sonntag klar

Der deutsche Basketball-Meister steht erst zum letztmöglichen Zeitpunkt fest. Titelverteidiger Bayern München erzwang in der dramatischen Finalserie gegen die Brose Baskets Bamberg am Mittwoch ein entscheidendes fünftes Endspiel, das am Sonntag (15.00 Uhr) in Bamberg stattfindet.

Dramatik pur: Basketball-Meister erst am Sonntag klar
Sven Hoppe Dramatik pur: Basketball-Meister erst am Sonntag klar

«Etwas Schöneres kann es doch nicht geben», frohlockte Bayerns Geschäftsführer Marko Pesic nach dem 83:73 (45:34) im ausverkauften Audi Dome, durch das die Münchner in der Best-of-Five-Serie zum 2:2 ausglichen.

Zum wiederholten Male in dieser Saison spielten die Bayern gerade dann ihren besten Basketball, wenn es für sie so richtig eng wird. Angeführt von ihrem überragenden Kapitän Bryce Taylor (22 Punkte) kämpften die Gastgeber den Hauptrunden-Ersten nieder und wollen nun am Sonntag eine Spielzeit voller Auf und Abs mit dem Titel krönen. «Für Spiel fünf kann ich nichts versprechen. Da soll das bessere Team gewinnen und wir werden versuchen, dass wir es sind», sagte Bayern-Coach Svetislav Pesic.

Die Münchner hoffen, im allerletzten Spiel der Saison auch wieder auf Anton Gavel zurückgreifen zu können. Der Routinier fehlte in Spiel vier erneut wegen einer Hüftverletzung. «Alles ist möglich», sagte Svetislav Pesic.

Die Brose Baskets setzen dagegen auf den Heimvorteil. Lediglich ein einziges Spiel verloren die Franken in dieser Saison vor eigenem Publikum - die erste Partie der Finalserie gegen die Bayern.

Bambergs Trainer Andrea Trinchieri zeigte sich enttäuscht von der Vorstellung seiner Mannschaft in München. «Wenn du den amtierenden Champion entthronen möchtest, reicht das nicht», sagte der Italiener. «Wir waren weit davon entfernt, um in München ein Finalspiel gewinnen zu können.» Vor allem Star-Point-Guard Bradley Wanamaker fand nie zu seinem Spiel. Soll es für die Franken mit Titel Nummer sieben klappen, muss sich der Amerikaner am Sonntag deutlich steigern.