FC Bayern holt Torwart Ulreich als Reina-Nachfolger

In Torwart Sven Ulreich vom VfB Stuttgart hat der FC Bayern München schon vor dem vollzogenen Abschied von Pepe Reina eine neue Nummer 2 hinter Fußball-Weltmeister Manuel Neuer präsentiert.

Der 26 Jahre alte Ulreich unterzeichnete beim deutschen Meister einen Dreijahresvertrag bis zum 30. Juni 2018. Die Ablösesumme für die bisherige Nummer 1 in Stuttgart soll etwa 3,5 Millionen Euro betragen. «Ich werde immer da sein, wenn man mich braucht», kündigte Ulreich an. Er freue sich darauf, in der täglichen Arbeit mit einem Welttorhüter wie Neuer dazulernen zu können.

Die Bayern füllen mit dem auch international erprobten Ulreich die Lücke auf der Torhüterposition, die der Spanier Reina hinterlässt. Der 32 Jahre alte Weltmeister von 2010 (Vertrag bis 2017) möchte in der Endphase seiner Karriere wieder mehr spielen. Es wird erwartet, dass Reina zum SSC Neapel zurückkehrt. «Wir sind sehr zufrieden, dass wir mit Sven Ulreich einen erfahrenen Bundesliga-Torwart verpflichten konnten», sagte Bayern Münchens Finanzvorstand Jan-Christian Dreesen. Der 34 Jahre alte Tom Starke komplettiert weiterhin das Torhütertrio im Team von Trainer Pep Guardiola.

«Für mich war klar, dass ich nach langen Jahren in Stuttgart was Neues machen möchte und eine neue Herausforderung suche. Ich glaube, da bin ich an einer guten Adresse», äußerte Ulreich im FC-Bayern-TV. Ulreich debütierte 2008 in der Bundesliga. Er bestritt insgesamt 220 Pflichtspiele für den VfB, darunter auch 27 Partien in der Europa League.

In München dürfte der A-Jugend-Meister von 2005 endlich auch als Profi Titelgewinne feiern. Auch das war ein Grund für den Wechsel zum deutschen Rekordchampion. «Bayern hat nur die höchsten Ansprüche, will um alle drei Titel mitspielen. Ich werde meinen Teil dazu beitragen, der Mannschaft helfen, die Ziele zu erreichen», sagte er. Der erste Kontakt zum FC Bayern sei bereits vor einigen Wochen erfolgt. Ulreich sprüht vor Tatendrang. «Ich bereite mich sehr gut vor auf den Trainingsstart.» Dieser erfolgt am 1. Juli.

«Mit Sven verlieren wir eine Persönlichkeit, die eine hohe Identifikation mit dem VfB hat», erklärte Stuttgarts Sportvorstand Robin Dutt in einer Mitteilung des Vereins: «Dennoch kommen wir seinem Wunsch nach einer sportlichen Veränderung nach.»